Buchpremiere: „Arbeit, Dienst und Führung“ von Nikolas Lelle

 

Nikolas Lelle stellt im Gespräch mit Helen Thein sein Buch “Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe” vor.

 

Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch soll eine Arbeit sein, die der Volksgemeinschaft dient. Unter Verweis auf »deutsche Arbeit« begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung. »Arbeit, Dienst und Führung« rekonstruiert diese Geschichte und analysiert dieses Selbstbild. Dabei wird der Blick auch ins »Innere« der deutschen Volksgemeinschaft geworfen. Denn hier hat der Nationalsozialismus Formen von Menschenführung entwickelt, die in Managementkonzepten der deutschen Nachkriegsgeschichte fortlebten.

 

https://www.verbrecherverlag.de/book/detail/1084

 

Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band »›Deutsche Arbeit‹. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild« heraus.

 

Die Veranstaltung wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

17.08.2022 | 20.00 Uhr

Nikolas Lelle

Lesung und Gespräch

Ort
Buchladen Schwarze Risse

im 2. Hinterhof, Gneisenaustraße 2a

10961 Berlin

www.schwarzerisse.de