Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß (Open Air)

 

Manja Präkels liest im Rahmen der Sommer-Veranstaltungsreihe „Zusammenlesen: Wurzeln und Wandel“ aus ihrem Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“.
Moderation: Britta Gansebohm

Die Autor*innen dieser Reihe beschäftigen sich mit den Wurzeln der Herkunft sowie mit gesellschaftlichen Umbrüchen.

Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Aufwachsen in der DDR, den Vorboten der Wende und ihren Folgen.

 

Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

 

Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut.

 

Über die Autorin:

 

Manja Präkels, geboren 1974 in Zehdenick / Mark, lebt als freie Schriftstellerin, Musikerin und Sängerin der Band „Der Singende Tresen“ in Berlin. Sie studierte an der Freien Universität Berlin studierte Philosophie und Soziologie. Im Jahr 2000 führte sie Interviews mit links- und rechtsradikalen Jugendlichen, aus denen die ZDF-Dokumentation „Die Zecken von Zehdenick“ entstand. 2001 rief sie das Berliner Erich-Mühsam-Festival ins Leben und gründete die Band „Der Singende Tresen“. 2004 erschien ihr erster Gedichtband „Tresenlieder“, 2005 die erste offizielle CD des „Singenden Tresens“.

Seit 2002 entstanden mehrere Liedtheater-Programme und Stücke für Kindertheater mit Co-Autor Markus Liske, mit dem sie seit 2009 auch die „Gedankenmanufaktur WORT & TON“ betreibt. In gemeinsamer Herausgeberschaft erschienen seither die Anthologien „Kaltland – Eine Sammlung“ (2011) und „Vorsicht Volk!“ (2015) sowie das Erich Mühsam-Lesebuch „Das seid ihr Hunde wert!“ (2014). Zwischen August 2015 und Mai 2016 veröffentlichte Präkels in „die tageszeitung“ den Fortsetzungsroman „Im Anwohnerpark“.

2017 erschien ihr autobiographisch geprägter Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“, der die letzten Jahre der DDR und die gesellschaftlichen Verwerfungen nach der Wende in einer brandenburgischen Kleinstadt beschreibt. Für diesen Roman wurde sie 2018 unter anderem mit dem Anna-Seghers-Preis sowie dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Im Dezember 2018 stand das Buch auf Platz 17 der Bestsellerliste "Belletristik Independent" im Börsenblatt des deutschen Buchhandels.


Die Bücher der Autor*innen sind in der Alte Jeetzel-Buchhandlung erhältlich, die ebenso vor Ort mit einem Büchertisch vertreten ist. "Im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“ ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin." Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, dem Rotary Club Lüchow-Dannenberg und Voelkel Naturkostsäfte GmbH

 

21.08.2020 | 19.30 Uhr

Manja Präkels

Lesung und Gespräch

Ort
Raum 2

draußen unter der Remise

Neu Tramm 3
29451 Dannenberg (Elbe)