Frauen*rechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt

Antifeminismus, Frauen*hass und (extrem) rechte Mobilisierung für "Frauenrechte"

Vortrag und Diskussion mit Eike Sanders, Mitherausgeberin des Buchs "Frauenrechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt". Moderation: Regina Mühlhäuser von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.

Antifeminismus will die Errungenschaften der (queer)feministischen Bewegungen zurückdrehen: durch Begriffsumdeutungen, Angriffe auf reproduktive Rechte, Gleichstellungsmaßnahmen und Ressourcen. In ihrer Ideologie treffen sich Akteur*innen der extremen Rechten oft mit Vorstellungen in der "gesellschaftlichen Mitte". Sie vereint der Wunsch nach einer binären Geschlechterordnung und einer aggressiv dominanten Männlichkeit. Mitunter ist Antifeminismus gar tödlich: Der Glaube an männliche Vorherrschaft stellt die Basis für sexualisierte Gewalt, Femizide und Terrorismus dar.

Nun hat die extreme Rechte "Frauenrechte" dort für sich entdeckt, wo die "weiße Frau als Opfer" erscheint: in Köln, Kandel, Chemnitz oder Wien. Das Engagement rechter Frauen*, die für "Frauenrechte" mobilisieren, ist nicht neu und keine reine Instrumentalisierung: Es funktioniert für sie als Selbstermächtigung. Jedoch geht es nicht um den Schutz aller Frauen und bleibt antifeministisch.

Die Veranstaltung möchte diese neuen Entwicklungen und scheinbaren Widersprüche genauer beleuchten, um zu feministischen, antirassistischen und antifaschistischen Gegenstrategien zu verhelfen.

Eine Veranstaltung der Frauen* gegen die AfD in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., DENKtRÄUME und pinkstinks.

30.01.2020 | 19.30 Uhr

AK Fe.In

Vortrag und Diskussion

Ort
Veranstaltungsraum der GLS-Bank

Düsternstr. 10, 20355 Hamburg