Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen

Buchvorstellung und Diskussion mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel

Identitätspolitik steckt in der Sackgasse: Empowerment wird auf Gender-Sternchen und die Vermeidung des N-Worts verkürzt. Überall sollen angebliche Minderheiten vor möglichen Verletzungen geschützt werden – in Uniseminaren, Kunst und Mode, im Netz und bei öffentlichen Events. Für alle, die Politik nicht mit eigener Betroffenheit belegen, schließt sich die Debatte. Wer mit der anspruchsvollen „Pflichtlektüre“ nicht hinterherkommt, ist raus. Die solidarische Kritik an diesen Exzessen wird zum Dilemma in einer Zeit, in der Rechte gegen Unisextoiletten und die »Ehe für alle« hetzen – und Linke darin „Pipi fax“ oder den Aufstieg von Trump begründet sehen.

Zwischen Abwehr und Abschottung richtet der Band den Blick auf die Fallstricke der Identitätspolitik und sucht nach Allianzen jenseits von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz. Die Herausgeber*innen und Autor*innen des Sammelbandes eint die Überzeugung, dass wir raus müssen aus unseren Komfortzonen, um dem Rechtspopulismus etwas entgegen zu setzen. Analysen dieses linken Dilemmas und Auswege stehen zur Diskussion.

Mit Beiträgen von Markus Brunner, Charlotte Busch, Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema, Sarah Elsuni, János Erkens, Leo Fischer, Lena Gorelik, Deborah Krieg, Stefanie Lohaus, Sama Maani, Meron Mendel, Hadija Haruna-Oelker, Massimo Perinelli, Andreas Rüttenauer, Hilal Sezgin, Gadi Taub, Tom Uhlig, Céline Wendelgaß, Bettina Wilpert und Hengameh Yaghoobifarah.

 

Eine Buchvorstellung und Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit den Untüchtigen. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

24.01.2020 | 20.00 Uhr

Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel

Buchvorstellung und Diskussion

Ort
Barboncino

St. Pauli Fischmarkt 27
20359 Hamburg

barboncino.de