nichts, was uns passiert/Still halten

Im Rahmen des Droste Festival 2019.

 

Jovana Reisinger und Bettina Wilpert, beide Jahrgang 1989, lesen aus ihren Debütromanen. Beide drehen sich um geschlechtsidentitäre Zuschreibungen, insbesondere an Frauen. Beide drehen sich um den weiblichen Körper in Grenzsituationen. Beide thematisieren Abtreibung, sexualisierte Übergriffe und normierte Schönheitsideale.


Reisingers Roman Still halten erzählt von der zerbrechlichen Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Eine junge Frau macht sich immer wieder auf, um ihre sterbende Mutter im Pflegeheim zu besuchen ‒ schafft es jedoch nie. Sie versäumt die Gelegenheit einer letzten Aussprache. Wie in einem Vakuum gefangen, droht die Protagonistin letztlich selbst an der Situation zu zerbrechen.

In nichts, was uns passiert erzählt Wilpert von den Freunden Anna und Jonas, die schließlich miteinander schlafen. Doch nach der zweiten Nacht berichtet Anna, sie sei von Jonas vergewaltigt worden. Jonas bestreitet das, für ihn war der Sex einvernehmlich. Wilpert hält beide Perspektiven plausibel in der Schwebe und zeigt, welche Auswirkungen die Situation auf das Umfeld der beiden einstigen Freunde hat.

06.07.2019 | 18.30 Uhr

Bettina Wilpert und Jovana Reisinger

Gemeinsame Lesung

Ort
Haus Rüschhaus

Am Rüschhaus 81

48161 Münster

 

https://www.muensterland-tourismus.de/13119/haus-rueschhaus-muenster