Trigger-Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen

Identitätspolitik steckt in der Sackgasse: Empowerment wird auf Gender-Sternchen und die Vermeidung des N-Worts verkürzt. Überall sollen Minderheiten vor möglichen Verletzungen geschützt werden – in Uniseminaren, Kunst und Mode, im Netz und bei öffentlichen Events. Für alle, die Politik nicht mit eigener Betroffenheit belegen, schließt sich die Debatte. Wer mit der anspruchsvollen Pflichtlektüre nicht hinterherkommt, ist raus. Die solidarische Kritik an diesen Exzessen wird zum Dilemma in einer Zeit, in der Rechte gegen Unisextoiletten und die »Ehe für alle« hetzen – und Linke darin »Pipi fax« oder den Aufstieg von Trump begründet sehen. Zwischen Abwehr und Abschottung richtet der Band "Trigger Warnung" den Blick auf die Fallstricke der Identitätspolitik und sucht nach Allianzen jenseits von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz.

 

Die Anthologie wird vorgestellt von Eva Berendsen, Massimo Perinelli, Kristine Listau und Jörg Sundermeier.

 

Ort: Mehringhof, SFE Raum 2

 

 

17.05.2019 | 18.00 Uhr

Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel



Ort
Linke Buchtage Berlin

Mehringhof

Gneisenaustr. 2a

10961 Berlin-Kreuzberg

 

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