Am Anfang war die Information

Robert Feustel liest im Rahmen der 17. Linken Buchtage aus seinem Buch "Am Anfang war die Information".  

 

 

Alternative Fakten? Wie konnte es passieren, dass Gerücht, Lüge, Fakt und Wahrheit ununterscheidbar wurden?

Robert Feustel untersucht die Wissensgeschichte von der Industrialisierung bis zur Digitalisierung und zeigt, wie im sogenannten Informationszeitalter ebenjene „Information“ zum Heiligen Geist mutierte und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge einebnet: Hauptsache sie zirkulieren möglichst reibungslos und in Echtzeit. Schließlich gerät auch das Bild des Menschen in den Sog der Digitalisierung. Was unterscheidet das menschliche Denken vom prozessierenden Computer?

 

ROBERT FEUSTEL (Dr.) studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Leipzig und Madrid, er beschäftigt sich mit politischer Theorie, Stadtsoziologie sowie Wissens- und Wissenschaftsgeschichte. Er publizierte unter anderem zu Drogen und Rausch, zu LSD, Kybernetik und Derridas Dekonstruktion. Zuletzt war er Mitherausgeber des Wörterbuchs des besorgten Bürgers und des Handbuchs Drogen aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Aktuell arbeitet er im Fachbereich Wissenssoziologie und Gesellschaftstheorie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Zuletzt erschienen seine Bücher "Die Kunst des Verschiebens. Dekonstruktion für Einsteiger" (2015), "Wörterbuch des besorgten Bürgers" (Hg. zusammen mit Nancy Grochol, Tobias Prüwer und Franziska Reif, 2016/2018), "Handbuch Drogen in sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive" (Hg. zusammen mit Henning Schmidt-Semisch und Ulrich Bröckling, 2018).

17.05.2019 | 20.00 Uhr

Robert Feustel

Lesung und Buchvorstellung

Ort
Linke Buchtage Berlin

Mehringhof

Gneisenaustr. 2a

10961 Berlin-Kreuzberg

 

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