Ich hatte die Zeit meines Lebens. Über den Film Dirty Dancing und seine Bedeutung

Ich hatte die Zeit meines Lebens. Über den Film Dirty Dancing und seine Bedeutung

Hannah Pilarczyk (Hg.)
Broschur, 192 Seiten
Preis: 0,00 €
ISBN: 9783943167139


Herausgegeben von Hannah Pilarczyk

Mit 9 Illustrationen von Oliver Grajewski

 

Auch 25 Jahre nach seinem Erscheinen erzielt „Dirty Dancing“ im Fernsehen Rekordquoten, feiert als
Musical Erfolge und wird in zahllosen Serien und Filmen zitiert. Als vermeintlicher „Frauenfilm" abgetan, hat er jedoch weder in der Filmkritik noch in den Film- oder Kulturwissenschaften eine angemessene Würdigung erfahren.
Dieser Sammelband untersucht jetzt erstmals die Bedingungen des zeitlosen Erfolgs des Films, geht den jüdischen Spuren und schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-
Genre und unterzieht ihn einer feministisch-kritischen Würdigung. Er zeigt den besonderen Blick der
80er-Jahre auf den Sommer 1963 und würdigt dabei natürlich auch den unvergesslichen Soundtrack.
Wer glaubte, den Film bereits zu kennen, muss, wenn er dieses Buch gelesen hat, den Film einfach
noch einmal ansehen!


Mit Beiträgen von Birgit Glombitza, David Kleingers, Caspar Battegay, Astrid Kusser, Kirsten
Rießelmann, Christoph Twickel, Jan Kedves und Christine Kirchhoff.

 

Inhalt

 

Vorwort


Die Geschichte von Baby und Johnny

Wie "Dirty Dancing" wurde, was es ist

Hanna Pilarczyk

 

Die Frau, die schwebt

Nach 25 Jahren: Ein zweiter Blick auf "Dirty Dancing"

Birgit Glombitzka

 

Back to the Present

Projektionen von Vergangenheit in "Dirty Dancing" und anderen US-amerikanischen Coming-of-Age-Filmen

David Kleingers

 

"I look at you and I fantasize"

Blicke, Körper und jüdische Identität in "Dirty Dancing"

Caspar Battegay


Ausgerechnet Wassermelonen

Farbenblindheit in "Dirty Dancing"

Astrid Kusser

 

Wie aus "Little Darlings" "Mean Girls" wurden

"Dirty Dancing" und der weibliche Coming-of-Age-Film

Kirsten Rießelmann


Die Globalisierung des Mambonick

"Dirty Dancing" und die jüdischen Roots der Salsa

Christoph Twickel

 

Ah, shake it up, shake it (work, work)

Zu Kontext und Bedeutung des Soundtracks von "Dirty Dancing"

Jan Kedves

 

Tanz den Ödipus

Was lädt an "Dirty Dancing" dazu ein, sich den Film immer wieder anzusehen? Ein psychoanalytischer Erklärungsversuch

Christine Kirchhoff


Autorinnen und Autoren

... finanziell war "Dirty Dancing" ein riesiger Erfolg, aber in der großen Welt der großen Autorenfilme wurde er belächelt. Bis heute. Doch der Band "Ich hatte die Zeit meines Lebens" [...] beendet die Zeit der Schmach. In neun Aufsätzen würdigen verschiedene Autoren aus dem Kulturbetrieb die politischen, feministischen, marxistischen wie psychoanalytischen Bedeutungsebenen eines der beliebtesten Liebesfilme.
Judith Luig / Die Welt

 

25 Jahre nach der Veröffentlichung des Films "Dirty Dancing" ist mit dem Essayband "Ich hatte die Zeit meines Lebens" die erste kulturwissenschaftliche Würdigung eines Films erschienen, der tatsächlich mehr ist als nur eine Liebesschnulze mit Tanzeinlage.
Elissa Hiersemann / Deutschlandradio Kultur  

 

"Drei Dinge, die ich beim Lesen von „Ich hatte die Zeit meines Lebens“ gelernt und beim Sehen des Filmes bestätigt gefunden habe: Dirty Dancing ist ein jüdischer Film. Dirty Dancing ist ein politischer Film. Dirty Dancing ist kein Film über die romantische Liebe, sondern über Sex." [...] "Dirty Dancing, sagt Hannah Pilarczyk, „ist der einzige Frauenfilm, der seine Hauptfigur gut behandelt.“ Und das wollen Millionen von Frauen immer wieder sehen."

Anna Sauerbrey / Der Tagesspiegel 

 

"Ein Vierteljahrhundert nach seinem Erscheinen erfährt die vermeintliche Mädchenschmonzette nun eine kritisch-feministische Würdigung - eine nahezu dramatische Wendung im Rezeptionsprozess."

Silke Janovski / Frankfurter Rundschau

 

...ein mit allen Wassern der Filmwissenschaft und Gesellschaftskritik gewaschenes Buch...

Thomas Klingenmaier / Stuttgarter Zeitung

 

"Wortgewaltig unter die Lupe genommen wird dabei nicht nur Babys jüdische Herkunft, sondern auch das feministische Rollenbild, das angeblich durch die Figur der Frances Houseman (Jennifer Grey) maßgeblich geprägt wurde."

Christiane Fasching / Tiroler Tageszeitung

 

"Allen, die bei dem Satz “Mein Baby gehört zu mir, ist das klar?” glasige Augen bekommen, liefert der Verbrecher Verlag jetzt spannenden Lesestoff. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Films “Dirty Dancing” haben sich – endlich! – Kulturwissenschaftler des Phänomens angenommen und dazu ein Buch veröffentlicht."
Kreuzberg Nachrichten.de

 

"... man [muss] einräumen, dass in diesem von Film- und Kulturwissenschaftlern bislang geschmähten Frauenfilm womöglich doch mehr steckt, als es bislang den Anschein hatte. [...] Wer sich also seit 1987 fragt, was an diesem Film denn so toll ist, bekommt spätestens hier und jetzt Argumente frei Haus geliefert."

Guntram Lenz / mittelhessen.de 

 

»Dirty Dancing« - ein sozialkritischer Film auf den zweiten, dritten und vierten Blick.
Klaus Walter / DRadio Wissen 

 

Der vorliegende Band versucht ein Phänomen ins rechte Licht zu rücken und aus der dunklen Ecke der vermeintlichen Trashs herauszuholen. [...] Am besten man schaut sich nach dem Lesen dieser Texte den Film noch ein x-tes Mal an. Man wird ihn wohl völlig anders sehen.

Fabian Stiepert / LeipzigAlmanach - Das Online-Feuilleton

 

Denn ‘Dirty Dancing’ ist weit mehr als der dämliche Tanzfilm, als der er gerne gesehen wird. Das Buch nimmt den Film ernst, in neun Kapiteln beleuchten verschiedene AutorInnen die kulturellen, historischen und psychologischen Dimensionen, mit theoretischem Anspruch.  

Lisa Goldmann / taz  

 

Besonders hervorgehoben und neu bzw. zum ersten Mal beleuchtet werden Themen, die den Teenies der späten Achtziger nicht unbedingt aufgefallen sein dürften, wie z. B. die Fragestellung, wie jüdisch „Dirty Dancing“ ist. [...] Kurzum: man sollte „Ich hatte die Zeit meines Lebens“ lesen,
auch und vor allem dann, wenn man „Dirty Dancing“ schon immer abgelehnt hat.
 Christina Mohr / CULTurMAG 

 

Der Sammelband “Ich hatte die Zeit meines Lebens” [...] zeichnet die unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte des Films nach, geht den jüdischen Spuren und den schwarzen Moves nach, verortet Babys Geschichte im Coming-of-Age-Genre und unterzieht das alles einer feministisch-kritischen Würdigung, denn Fan muss man nicht sein, um “Dirty Dancing” interessant zu finden.
Dorothee Barsch / Missy Magazine 

 

„Ich hatte die Zeit meines Lebens“ holt ein belächeltes Phänomen aus der verschämten Ecke heraus und stellt es auf die Bühne der Popkultur, wo es sich seinen Platz verdient hat.

Jessica Düster / Kölner Stadt-Anzeiger

 

Hanna Pilarczyks Buch eröffnet eine spannende Sicht auf ein Relikt unserer Jugend. [...] Vielleicht kein Buch für Leute, die den Film nicht mögen oder angeblich noch nicht gesehen haben (Ihr lügt!) – für alle anderen ist es eine kurzweilige und erkenntnisreiche Unterhaltung.
Jenett Bielau / Phase 2 – Zeitschrift gegen die Realität

 

Für alle Anhänger des Dirty Dancing-Kults sind endlich die Zeiten vorbei, in denen der Film ausschließlich belächelt wird und Kulturwissenschaftler nehmen sich des Phänomens an. [...] Grundsätzlich macht die Lektüre aber auch einfach nur Spaß und eignet sich zum In-Erinnerung-Schwelgen.

Dörte Miosga / Bremer Blatt  

 

Bei manchen Büchern denkt man: Warum hat das vorher noch keiner gemacht?
Mario Schwegmann / Stadtblatt Osnabrück 

 

Sympathisch, dass der Sammelband teils einander widersprechende Beiträge versammelt, von denen manche mit steilen Thesen erst überraschen, dann unterhalten und schließlich für sich einnehmen. Die Lektüre nährt den irrationalen Wunsch nach einem Immer-wieder-Sehen des Films.
Franziska Buhre / tanz - Zeitschrift für Ballett 

 

[Es] lohnt sich eine Neu-"Lektüre" des Films, am Besten im englischen Original und in Begleitung dieses fabelhaften Buches. [...] Wer mehr über [...] die jüdischen Hintergründe des Films, die  "hungry eyes" von Baby und psychoanalytische Erklärungsversuche zum "Zwang", den Film immer und immer wieder zu sehen, erfahren will, sollte sich schnell dieses Buch besorgen!
Conny Gantze, fiber. werkstoff für feminismus & popkultur

 

Mit Ich hatte die Zeit meines Lebens ist nicht nur auf inhaltlicher sondern auch auf gestalterischer Ebene ein beachtenswerter Sammelband gelungen. Zwischen den Essays verweisen Illustrationen von Oliver Grajewski auf Zitate von Dirty Dancing in Filmen und Serien unterschiedlicher Genres.

[rezens.tfm] e-Journal für wissenschaftliche Rezensionen. Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien

 

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