Der goldene Löffel

Der goldene Löffel

Chaim Noll
Broschur, 256 Seiten
Preis: 13,00 €
ISBN: 9783940426215


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Ein junger Mann in der DDR in den Siebziger Jahren. Sein Vater ist Funktionär, es geht ihm überdurchschnittlich gut, dass die Ehe der Eltern bröckelt, interessiert ihn kaum. Er verbringt die Tage im Haus der Künstlerfamilie seiner Freundin, die Mutter zieht Strippen von Ost nach West. Alle haben sich eingerichtet. Doch bald kommt dem jungen Mann die Liebe dazwischen, und Fragen stellen sich ihm, die ihn zu etwas ganz anderem werden lassen als einem hoffnungsvollen und begeisterten Kandidaten der Partei ... Chaim Noll zeichnet in diesem erstmals 1989 erschienenen Roman ein schauriges Panorama der untergehenden DDR. Er erzählt von den Vergünstigungen der Parteifunktionäre, aber auch von ihren Ängsten, Beklemmungen und dem Willen, sich zu widersetzen. Von den Mechanismen, die Menschen zerstören, sie in Paranoia, in den Alkohol, ins Mittläufertum drängen – nicht nur in der DDR.

In den deutschen Feuilletons wartet man seit Jahren ungeduldig auf den „großen Wenderoman“. Vielleicht aber erzählt uns dieser höchst spannende und mit Blick auf kleinste Nuancen geschriebene „kleine Wenderoman“ schon das Meiste, was man wissen muss.

Ulrich Gutmair / fluter.de


Dachte man, es wäre bereits alles bekannt über die diversen Lebenswelten der verschwundenen DDR und alles ginge tatsächlich auf im Symbol verbogenen Alu-Bestecks? „Der goldene Löffel“ jedenfalls erzählt von einer anderen kaum je thematisierten Welt [...] Chaim Nolls 20 Jahre alter Niedergangs-, gleichzeitig jedoch auch vitaler Selbstbefreiungs-Roman verstört und fasziniert noch immer.
Marko Martin / Deutschlandradio Kultur

 

[...] ein packend psychologisches Kammerspiel über Verführbarkeit, feinziselierten Verrat und ganz ordinäre Bonzengewalt [...]

Marko Martin / Märkische Allgemeine Zeitung