FLEXEN. Flâneusen* schreiben Städte

FLEXEN. Flâneusen* schreiben Städte

Özlem Özgül Dündar / Ronya Othmann / Mia Göhring / Lea Sauer
Broschur, 272 Seiten
Preis: 18,00 €
ISBN: 9783957324061


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Flex|en, das, – kein Pl.: 1. trennschleifen 2. biegen 3. Sex haben 4. das Variieren der Geschwindigkeit beim Rap 5. die Muskeln anspannen 6. seine Muskeln zur Schau stellen 7. Flâneuserie

In 30 verschiedenen Texten mit 30 verschiedenen Perspektiven auf Städte, alle geschrieben und erlebt von Frauen*, PoC oder queeren Menschen. Texte, die beweisen, dass das Flexen, die Flâneuserie endlich ernst genommen werden muss. Die Figuren in der Anthologie streifen durch Berlin, Paris, Jakarta, Istanbul und Mumbai. Sie erzählen uns u.a. davon, wie eine Frau mit Kinderwagen die Großstadt erlebt, eine Frau eine Großdemonstration in Dresden miterlebt, wie Flanieren in Indien schon Aktivismus bedeutet, wie sich die Geschichte in den Ort einschreibt und manchmal wird die Stadt sogar selbst zur Figur.

 

MIT BEITRÄGEN VON Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann, Lea Sauer, Mirjam Aggeler, Luna Ali, Leyla Bektaş, Nadire Y. Biskin, Sandra Burkhardt, Judith Coffey, Katia Sophia Ditzler, Kamala Dubrovnik, Simoné Goldschmidt-Lechner, Svenja Gräfen, Dinçer Güçyeter, Anna Hetzer, Halina M. Jordan, Julia Lauter, Anneke Lubkowitz, Cornelia Manikowsky, Deniz Ohde, Karin Peschka, Svenja Reiner, Andra Schwarz, Leona Stahlmann, Gerhild Steinbuch, Anke Stelling, Katharina Sucker, Sibylla Vričić Hausmann, Bettina Wilpert und einem Inter view mit Lauren Elkin.

 

 

Diese beweisen, dass Flâneusen mehr sind als nur ein weiblicher Flaneur. [...] Weibliches Flanieren ist in der Tat anders als das sorgenfreie Spazierengehen weißer cis Männer. Urbaner Raum ist von und nach Männerbedürfnissen gestaltet. Das fängt schon bei ganz praktischen Dingen wie dem Mangel an öffentlichen Toiletten für Frauen an.

Isabella Caldart / Missy Magazine

 

Vielmehr handelt dieses Buch in großen Teilen von Widerstand, von Eroberung und kraftvoller Ermächtigung. Diese Frauen wollen sich nicht abfinden mit festgefügten Rollenzuschreibungen. Sie nehmen sich, was ihnen zusteht. [...] Hat man „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“ gelesen, ist auch der eigene Blick geschärft.

Bettina Baltschev / Deutschlandfunk Kultur


Flanieren ist mehr als das Umherwandeln in Städten. In 30 Texten definiert die Anthologie „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“ das absichtslose Spazieren neu.

Özlem Özgül Dündar und Lea Sauer im Deutschlandfunk im Gespräch mit Ulrich Biermann

 

„Wer kann es sich leisten, ziellos durch die Straße zu gehen? Es ist schon der wohlsituierte Mann.“ Viel werde dadurch ausgeblendet. Deswegen werde in dem Buch versucht, sich die Stadt anzueignen und anderes zu denken – aus der Perspektive von Frauen, Persons of Coulor und Queers.

Kristine Listau und Anneke Lubkowitz im Deutschlandfunk Kultur im Gespräch mit Frank Meyer

 

Mia Göhring im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk

 

Es geht in den Texten immer wieder darum, dass sich Frauen beobachtet fühlen, auch auf sexuelle Art und Weise. Dabei ist ja der klassische Flaneur eigentlich der Beobachter! Insofern ist für die Flaneuse das Flanieren etwas ganz Anderes als für den Flaneur, der es sich als weißer, heterosexueller Mann leisten kann, unbeobachtet und unbehelligt durch die Stadt zu wandern.

Özlem Özgül Dündar im Bayerischen Rundfunk im Gespräch mit Joana Ortmann

 

Baudelaire könnte heute eine schwarze Transfrau sein

Mara Delius / Welt

 

Der Band bietet verschiedene Perspektiven auf etwas, was eigentlich selbstverständlich sein müsste – und das unterhaltsam, politisch und mit Charme.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

Unterwegs sind die Flâneusen unter anderem in Berlin und Paris, in Istanbul und Mumbai. Das Theater der Blicke, dem sie sich aussetzen und an dem sie zugleich teilhaben, zeitigt luzide Beobachtungen und Erkenntnisse.

Hendrik Werner / Weser Kurier

 

Verrückte Frauen und Flanieren

Annina Bachmeier / taz

 

Mit dem Sammelband „Flexen“ die Straße zurückerobern [...] Die verschiedenen Perspektiven, die sich auch in Stil und Form unterscheiden, sensibilisieren und rücken vielleicht auch den eigenen Blick auf die Straße in ein anderes Licht.

Michaela Pichler / FM4

 

subjektiv, vielstimmig, widersprüchlich. Es sind Beobachtungen, Aneignungen und Dekonstruktionen – und sie handeln von der Macht der Blicke und der (Un-)Möglichkeit weiblichen Flanierens

Bastian Pütter / bodo

 

Niemand behauptet einen objektiven Blick auf die Stadt, sondern thematisiert die Subjektivität der eigenen Perspektive. Die Figuren setzen sich ins Verhältnis zur Stadt, sind durchlässig für ihre Zumutungen. Sie erzählen von einem Wechselspiel aus Sehen und Gesehen-Werden. Dadurch verändern die Texte die Sicht auf das Alltägliche und scheinbar Selbstverständliche.

Freya Morisse / Litlog

 

Wir nehmen einen krasseren Kampf mit der Stadt auf als der klassische Flaneur, der nichts zu befürchten hat, weil ihm die Stadt gehört. Aber darin besteht auch ein Potential, nämlich: sich weniger dandyhaft-großbürgerlich und stattdessen wacher und kritischer durch die Stadt zu bewegen. Vor kurzem wurde das Buch „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“ veröffentlicht. Darin: 30 Texte, die genau jene anderen Sichtweisen auf Städte präsentieren

Franziska Koohestani / jetzt.de

 

Deniz Ohde und Lea Sauer im Gespräch mit Radio Corax

 

So ist FLEXEN. Flaneusen* schreiben Städte nicht nur eine Anthologie, die Stimmen laut werden lässt und Menschen in Städten sichtbar macht, sondern die auch zeigt, wie wichtig unterschiedliche und vielschichtige Perspektiven auf Lebens- und Wohnraum im 21. Jahrhundert sind.

Simon Sahner / 54 Books

 

Die Lektüre regt zum Nachdenken über die Stadt an, durch die man sich täglich bewegt und danach sieht man sie vielleicht mit etwas anderen Augen.

Katja Egler / Kultur-Kino-Bildung


Statt sich buchstäblich mit „Geht nicht, gibt’s nicht!“ zufrieden zu geben, sollte man der Frage nachgehen: Warum löste der Flaneur eine ganze literarische Strömung aus, während man die Stimmen, die über Städte und somit die Schwierigkeiten und eventuellen Diskriminierungserfahrungen geschrieben haben, lange suchen muss? Es gab ja Frauen in den Städten, auch zu Zeiten der Moderne.

"Sie schauen, immer schon" / Ein Text Lea Sauer im Freitag

 

Widerstand durch Flanieren. Zu Fuß gegen die Kommerzialisierung der Stadt

Gesa Ufer / Deutschlandfunk Kultur