Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945

Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945


Broschur, 288 Seiten, zahlreiche vierfarbige Abbildungen
Preis: 25,00 €
ISBN: 9783957321503


In den Warenkorb »

 Für die Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, herausgegeben von Dieter Scholz und Maria Obenaus // Mit einem Vorwort von Udo Kittelmann und Beiträgen von Larissa Agel, Anja Herrmann, Joachim Jäger, Jan May, Maria Obenaus, Dieter Scholz, Aya Soika, Christina Thomson und Kyllikki Zacharias



Unter dem Titel »Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945« sind Kunstwerke der Nationalgalerie, die entweder in diesem Zeitraum entstanden, damals in die Sammlung kamen oder aber durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden versammelt und umfangreich kommentiert.

Es geht ebenso um Hauptwerke von Pablo Picasso, Lyonel Feininger, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Rudolf Belling oder Ernst Ludwig Kirchner wie um neu in die Sammlung gekommene Stücke sowie Arbeiten, die seit über 75 Jahren nicht mehr ausgestellt waren. Aus den Geschichten der einzelnen Objekte ergibt sich so ein vielgestaltiger Blick auf Kunst, Politik und Museumsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus.

 

Die ausgewählten Objekte sind so unterschiedlich wie die Lebenswege der Künstler und die Schicksale ihrer Werke: hier die Propagierung als »nationale« Kunst, dort die Diffamierung als »entartet«. Künstler wurden verfolgt und zur Emigration gezwungen, manche durften nicht mehr ausstellen, andere konnten durch staatliche Aufträge ihre Karriere voranbringen. Dabei waren die Grenzen oft fließend, Entscheidungen manchmal widersprüchlich.

Im Prolog wird ein Bildertausch mit dem faschistischen Italien unter Mussolini dokumentiert, durch den 1932/1933 fünfzehn Gemälde italienischer Künstler wie Giorgio de Chirico, Carlo Carrà oder Mario Sironi in die Nationalgalerie kamen.

 

 

Die Ausstellung »Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945« findet vom 21. November 2015 bis zum 31. Juli 2016 in der »Neuen Galerie« im Hamburger Bahnhof Berlin - Museum für Gegenwart - Berlin statt.

 

Um die Sammlung der Nationalgalerie zur Klassischen Moderne auch während der Sanierung des Mies-van-der-Rohe-Baus präsent zu halten, eröffnet im November 2015 ein eigens dafür eingerichteter Ausstellungsraum im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin: die "Neue Galerie". Dort werden bis zur Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie im halbjährlichen Rhythmus wechselnde Präsentationen zur Kunst der Moderne zu sehen sein.

Die für "Die schwarzen Jahre" entwickelte Ausstellungsarchitektur ist inspiriert von der verwinkelten Raumsituation mit Wandscheiben und Durchblicken in Karl Hofers Gemälde Die schwarzen Zimmer, dessen zweite Fassung 1943 gemalt wurde.

Weitere Informationen unter: http://www.smb.museum/ausstellungen/detail/neue-galerie-die-schwarzen-jahre.html

Am Beispiel von 60 ausgewählten Werken etwa von Paul Klee, Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner oder Otto Dix wird erzählt, welch wunderbare Kunst trotz der Verfolgung durch die Nationalsozialisten noch entstand – aber auch, wie gnadenlos das NS-Regime mit der als „entartet“ gebrandmarkten Moderne umging. [...] Dazu gibt es einen Katalog, der sich auch fernab der Ausstellung als wichtiges Stück Zeitgeschichte liest.

Nada Weigelt / dpa