Die Hustenmary

Die Hustenmary

Rudolf Lorenzen
Leinenband mit Lesebändchen, 116 Seiten
Preis: 18,00 €
ISBN: 9783943167184


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Die Wilmersdorfer Prostituierte Hustenmary erzählt von ihren drei Häusern, die sie allesamt versoffen hat. Der Maler Johannes Grützke gründet die „Neupreußische Empfindungsgesellschaft“ und besteigt mit seinen Getreuen den Schöneberg. Der begehrte Schauspieler Rudolf Platte hingegen begibt sich erstmals seit Jahren wieder ins „Milljöh“ und wird von „alten Freunden“ bedrängt. Günter Grass liest aus dem Fenster und gegen den „Babysitter-Boogie“ an, Horst Buchholz hat merkwürdige Filmideen, der Herr Verleger macht nur noch Ausflüchte, die Straße, in der man wohnt, wird über Nacht umbenannt. Und immer mittendrin ist Rudolf Lorenzen, der große Erzähler.

Lorenzen erzählt vom Eislaufen im Europacenter, von der Erstbesteigung des Schönebergs als künstlerisches Happening, vom Postamt mit richtigen Postbeamten, das schon damals wie ein Museum wirkte, oder vom edlen Hotel Arosa mit Schweizambiente.
Jörg Magenau / DeutschlandradioKultur

Zum 90. Geburtstag [...] hört der Autor der „Hustenmary“, einer stark berlinernden Prostituierten zu, besucht mit Theaterstar Rudolf Platte das Kreuzberger „Milljöh“ des Malers Kurt Mühlenhaupt und erklimmt mit der „Neupreußischen Empfindungsgesellschaft“ den Schöneberg. Absurde News aus einer untergegangenen Welt.
Christian Schröder / Der Tagesspiegel

Köstlich sind sein trockener Humor und die Verhohnepipelung von Wichtigtuern und Befehlshabern und all den Eitelkeiten drum herum. 
Stefan Berholz / SWR2 - FORUM BUCH

Würde hierzulande alles mit rechten Dingen zugehen, dann müsste Lorenzen in einem Atemzug mit Martin Walser genannt werden: als dessen andere Seite der BRD-Medaillenliteratur.
Katrin Schuster / Berliner Zeitung

[...] ein genauer Beobachter und witzig-ironischer Schreiber. Seine „besten Berliner Momente“ aus den letzten fünfzig Jahren sind eine wunderbare Lektüre.
Nordwestradio

 

Ein Blick zurück, da ist es wieder, das West-Berlin der 50er und 60er. [...] Das ist alles so gut und so schön erzählt, dass wir wirklich Gelegenheit haben, einen Bummel durch diese untergegangene, angeberhafte Halbstadt zu machen. 
Monika Burghard / radioBerlin 88,8

 

Die Hustenmary [...] ist eine Einladung in Lorenzens Werk, die man gern annimmt. Man lernt einen Flaneur der alten Schule kennen, einen, der gerne dabei ist, zum Beispiel bei einer Talentshow von Rolf Eden, der die heutige Casting-Spektakel vorwegnahm.
Ralf Stiftel / Westfälischer Anzeiger

In der Werkausgabe des Verbrecher Verlags erscheint nach Romanen und Essays nun ein Bändchen mit Berlin-Reportagen aus den 60er Jahren. Da finden sich hübsche Trouvaillen wie die über die „Hustenmary“ im besten Berliner Gassenjargon.
Werner Jung / Neues Deutschland


So erscheinen die feuilletonistischen Miniaturen, die Rudolf Lorenzen in den 1960er-Jahren veröffentlichte und nun in dem schmalen, zu seinem 90. Geburtstag herausgebrachten schmalen Band „Die Hustenmary“ in Buchform erschienen, wie Depeschen aus einer verlorenen, ausgelöschten Zeit. 
Jörg Auberg / literaturkritik.de

 

Zur Feier seines Geburtstages wurde im Verbrecher Verlag in Berlin der schön gestaltete Band „Die Hustenmary. Berliner Momente“ aufgelegt. Die Textauswahl hat der Autor selbst vorgenommen, und in der Tat reiht sich Perle an Perle. 
Susanne Alge / Buchkultur

 

„Die Hustenmary“ besteht aus vierzehn Feuilleton-Artikeln, die meisten von ihnen in den 1960er und 70er Jahren im Magazin „Berliner Leben“ erschienen und eindeutig in einer Sprache verfasst, die man heutzutage vergeblich in den Tages-, Wochen- und Monatsblättern sucht: eloquent, dabei gelassen, beinahe gemächlich, manchmal aber durchaus im Report-Stil eines Max H. Rehbein.
Titel-Magazin

Lorenzen, weder kultureller Matador noch literarisches Großmaul, ist seit je Einzelgänger [...] und also auch kein ‚Großer’ der Zunft. Ungeachtet dessen ist er ein großer Könner der kleinen Form, wie sie im deutschen Literaturbetrieb eher rar gesät sind –und einer, der echte Sprache schreibt.
Gitta List / Schnüss - das Bonner Stadtmagazin