Rhythmen, die die Welt bewegten

Rhythmen, die die Welt bewegten

Rudolf Lorenzen
Geschichten zur Tanz- und Unterhaltungsmusik 1800 bis 1950. Hardcover, 444 Seiten
Preis: 28,00 €
ISBN: 9783940426284


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Rudolf Lorenzen bietet in diesem Buch eine unterhaltsame Tanzgeschichte in Tanzgeschichten. Der Walzer, der Tango, die Polka und sogar der Marsch werden besprochen, ihre Entwicklung wird nachgezeichnet, ebenso wie die Reaktion der Leute auf die neuen Tänze und Musikstücke. So werden Lieder Mode: „Ernst Decsey entdeckt im Walzer eine Philosophie. Sie ist kurz und besteht nur aus drei Wörtern: ,Heut ist heut‘! Der Walzer ist zur Kürze verurteilt. Theodor Fontane schreibt: ,Etwas Hübsches, diese Walzer, sie machen ein Dutzend Menschen für eine Stunde glücklich.‘ Und doch: In die Kürze seines flüchtigen Lebens legt der Walzer auch einen Hauch von Weltschmerz. So wandert er durch Europa. Oft verweilt er und nennt sich Valse mélancolique, sentimentale, élégiaque und oubliée – vergessener Walzer.“ Die Geschichte unserer Hörgewohnheiten wird neu aufgerollt, und es zeigt sich: schon 1890 gab es eine aufgeregte Popmusikwelt! Lorenzen, der schon etliche Hörstücke und Filme zum Thema verfasst hat, erweist sich in seinem ersten Buch hierzu erneut als Kenner der Materie.

Rudolf Lorenzens großes Verdienst ist es, dass er die Ursprünge dieser populären Musikformen und die Lebensumstände der Menschen in seinen Beschreibungen verbindet, dass er auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gründlich, aber mit leichter Hand und vor allem recht humorvoll beschreibt. [...] Aus Tanzgeschichte werden Tanzgeschichten, an denen selbst Tanzmuffel größtes Vergnügen haben dürften.
Peter Groth / Weser-Kurier


Ohne lange Vorreden packt der Autor den Leser und führt ihn – unter Beachtung des gesellschaftlichen Umfeldes – in die jeweilige Szenerie. [...] wobei Lorenzens trockener Humor eine ironische Distanz zu den besprochen Werken wahrt. Ein geradezu diebisches Vergnügen an so manchen grotesken Songtexten und Liedtiteln kann und will er dabei jedoch nicht zurückhalten. Sein Anspruch war es, „unterhaltsame Tanzgeschichte in Tanzgeschichten“ zu erzählen – und dies ist ihm vorzüglich gelungen.
Michael Stapper / ForumMusikbibliothek

 

Lange bevor Phonographen oder Rundfunkanstalten als Akteure im wilden Bewegungsrausch auf den Tanzflächen mitmischen, hat es, und das ist das Wundervolle an Lorenzens „Rhythmen“, eine populäre Tanzmusikgeschichte gegeben.
Sebastian Eberhard / DE:BUG

Der Berliner Schriftsteller und Journalist Rudolf Lorenzen erzählt auf 444 Seiten in einem lockeren, charmanten Ton Geschichten über bekannte und unbekannte Tänze, woher sie kamen, wie sie sich verbreiteten und welche neuen Tänze aus ihnen entstanden – und stets setzt er sie in Beziehung zu den historischen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen ihrer Zeit.
Dorothée Leidig / literaturkritik.de